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Eine Bewährungsfrage

spielt in solchen Zeiten absolut keine Rolle.
Das hatte sich bewährt (und kann heute immer noch zu einer wertvollen geistlichen Erfahrung werden). Und so lebten es die Pharisäer - auch, weil sie nur den einen Wunsch hatten: Der Messias sollte endlich kommen!
Diese Menschen stellen nun fest: Die Jünger von Jesus fasten nicht, die feiern, die essen gern und fröhlich zusammen, aber die fasten nicht!  Jesus versucht ihnen ihre etwas zu kurze Sicht zu weiten, indem er sagt (V19): Solange der Bräutigam da ist, fastet man doch nicht, da ist feiern dran!

Es ist schon etwas paradox: Die einen fasten, weil sie eine engere, intensivere Beziehung zu Gott leben wollen, die anderen leben in dieser (fast traumhaften) Beziehung mit Gott in Jesus, können ihn anfassen, mit ihm reden, bekommen sofort Antworten - und die sollen fasten, damit sie mehr Beziehung mit Gott leben können?

Ich glaube, dass das die Menschen damals wie heute nur schwer verstehen können. Darum nahm Jesus die Weinschläuche als Beispiel. Das war ein Bild aus dem Alltag der Menschen damals. Jeder wusste, guter Wein ist gereifter Wein. Der Gärprozess fordert das Material. Für den alten Wein ist der alte Schlauch das ideale Lagerungsmittel. Neuer Wein im alten Schlauch würde zu einem Totalverlust führen: Der Gärprozess würde den alten Schlauch zerreißen und beides wäre hinüber; Schlauch und Wein.

Letztlich geht es um den Wein. Der Wein muss sich nicht dem Schlauch anpassen, sondern der Schlauch muss passend für den Wein sein.
Damit haben wir auch eine Antwort auf unsere Generationenfrage: Es geht letztlich nur um Jesus und sein Wort. Gottes Wort braucht für jede Generation ihre passende Form, damit es die Herzen der Menschen erreichen kann. Formen, die sich bewährt haben, waren gut - ohne Abstriche. Aber jede Zeit braucht ihre eigene Form, damit das unveränderliche Wort Gottes in den Herzen reifen kann.

Was hat sich bei uns bewährt - und was müssen wir loslassen, damit Gottes Wort in der nächsten Generation reifen kann?

@Bild: Walter Undt

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